Handelsbilanz

Seit 01.01.2010 haben sich die Anfor­de­run­gen an die Han­dels­bi­lanz geän­dert. Durch das Bilanz­mo­der­ni­sie­rungs­ge­setz (BilMoG) hat der Gesetz­ge­ber auf­grund inter­na­tio­na­ler Ver­ein­ba­run­gen vor­ge­schrie­ben, dass ab 01.01.2010 in der Han­dels­bi­lanz nach BilMoG bestimmte Sach­ver­halte auf andere Weise zu berück­sich­ti­gen sind als in der Steu­er­bi­lanz. Und dies betrifft auch viele kmU (kleine und mitt­lere Unter­neh­men).

Außer­dem bie­tet die Han­dels­bi­lanz nach BiLMoG in vie­len Fäl­len die Mög­lich­keit, ein höhe­res Eigen­ka­pi­tal aus­zu­wei­sen als dies bis­her der Fall war – güns­tig für Kre­dit­ge­sprä­che mit Ban­ken und Lie­fe­ran­ten.

BilMoG-​​Handelsbilanz

Die neue Vor­schrift führt dazu, dass diese BilMoG-​​Handelsbilanz wirt­schaft­lich ein genaue­res Bild vom Unter­neh­men gibt, als die frü­here Han­dels­bi­lanz oder die Steu­er­bi­lanz. Des­halb dient die BilMoG-​​Handelsbilanz nun auch den Ban­ken als Grund­lage für die Kre­dit­ver­gabe. Die Han­dels­bi­lanz muss des­halb in zwei unter­schied­li­chen For­men erstellt wer­den.

Zum einen ver­lan­gen die Ban­ken als Grund­lage für die Kre­dit­ver­gabe die Lang­ver­sion, die in ihrer Detail­liert­heit der Steu­er­bi­lanz ent­spricht, aber eben unter Berück­sich­ti­gung von Abwei­chun­gen.

Zum ande­ren gibt es nach wie vor die Kurz­ver­sion – so kurz wie die frü­here Han­dels­bi­lanz – die elek­tro­nisch an das Han­dels­re­gis­ter ein­zu­rei­chen ist. Und sie ist kür­zer, weil Sie als Unter­neh­mer natür­lich in öffent­lich zugäng­li­chen Regis­tern mög­lichst wenige Details über Ihr Unter­neh­men preis­ge­ben.

Han­dels­bi­lanz – Grund­lage der Kre­dit­ver­gabe

Das alles hat einen nach­voll­zieh­ba­ren Sinn: Die Steu­er­bi­lanz dient der Besteue­rung. Die Lang­ver­sion der Han­dels­bi­lanz dient den Ban­ken als Grund­lage der Kre­dit­ver­gabe.

Die Kurz­ver­sion der Han­dels­bi­lanz dient der Ein­rei­chung beim elek­tro­ni­schen Han­dels­re­gis­ter und damit der Infor­ma­tion und der Sicher­heit von Lie­fe­ran­ten, Auf­trag­ge­bern und Gläu­bi­gern.